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Beschreibung

England im ausgehenden 19. Jahrhundert: Wahrlich kein Zuckerschlecken, das Leben auf dem Dorf zu dieser Zeit. Große wirtschaftliche Not und Mangel kennzeichenen das Alltagsleben der dörflichen Bevölkerung. Doch die Fernsehserie „Lark Rise to Candleford“ ist mehr als eine reine soziale Anklage – sie zeichnet vielmehr ein liebevolles und genaues Porträt der Landbewohner und ihrer Probleme, ohne dabei die Situation zu beschönigen. Vielmehr führt sie uns wieder zu Bewusstsein, welche Kultur damals beim Übergang in die so genannte Moderne verloren ging und welche Bräuche der agrarischen Welt unwiederbringlich verschwunden sind. Diese DVD entführt sie mit den ersten fünf Folgen in eine komplett andere Welt.

Anrührend, unterhaltsam und lehrreich zugleich begibt sich Regisseur Chris Palmer („Doctor Who“) für die Anfang 2008 im Auftrag der britischen BBC produzierten Serie auf die Spur der englischen Landbevölkerung. „Lark Rise to Candleford“ basiert auf der Trilogie der britischen Schriftstellerin Flora Thompson (1876-1947), bestehend aus „Lark Rise“ (1939), „Over To Candleford“ (1941) und „Candleford Green“ (1943). Thompson widmet sich darin mit viel Liebe fürs Detail der Sozialgeschichte des Dorfes Lark Rise und des Städtchens Candleford im britischen Oxfordshire. In gewohnter BBC-Qualität in Sachen historischer Ausstattung und Besetzung zeigte sich die Serie in England sehr erfolgreich.

Kein Wunder, denn die Story und die Umsetzung sind wirklich Top: Im Mittelpunkt der Serie steht die erst 16-jährige Laura Timmins (Olivia Hallinan). Sie stammt aus dem kleinen Bauerndorf Lark Rise und wird nun von ihren Eltern in das nächstgrößere Städtchen Candleford geschickt, um dort eine Ausbildung im Postamt zu beginnen. Zunächst erscheint es Laura, als wäre sie in ein völlig fremdes Land gereist, obwohl die beiden Orte noch nicht einmal 8 Meilen voneinander entfernt liegen.

Dort wird sie von der liberalen, unverheirateten und resoluten Postmeisterin Dorcas Lane (Julia Sawalha, „Cranford“, „Pride & Prejudice“) unter die Fittiche genommen. Ihr wohl geführtes Postbüro ist gleichzeitig Dreh- und Angelpunkt des sozialen Lebens in diesem ländlichen Distrikt. Gleichzeitig leben im Postamt und der dazugehörigen Schmiede auch noch drei weitere, skurrile Charaktere: Der fromme Postbote Thomas Brown (Marc Heap), der wortkarge Schmied Matthew Welby (Stephen Marcus) und die schrullige, alte Haushälterin Zillah (Liz Smith, „Der Fluch des rosaroten Panthers“, „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“).

Und aus der Sicht der jungen Laura erzählt uns „Lark Rise to Candleford“ viel über die Bewohner und ihr Leben auf dem Land: Über ihre größeren und kleineren Probleme, Skandale, Streitereien oder Liebeleien. So muss etwa die arme Caroline Arless (Dawn French, „Harry Potter und der Gefangene von Askaban, „Little Britain“) kämpfen, dass sie vor Gericht wegen ein paar Schulden nicht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird.

Unterdessen flieht der Mann von Mrs. Macey (Claire Skinner, „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“, „Sense ans Sensibility“) aus dem Gefängnis, was zu gehöriger Unruhe in der Bevölkerung führt. Zumal Mrs. Maceys Sohn Freddie noch nicht einmal weiß, dass der Ausbrecher sein Vater ist. Für Lauras Vater Robert Timmins (Brendan Coyle) läuft es derweil besser: Er findet endlich wieder Arbeit als Holzschnitzer.

Der adlige Sir Timothy Midwinter (Ben Miles, „V wie Vendetta“, „Die Flügel der Taube“) zeigt sich von seinen Arbeiten entzückt und beauftragt ihn mit einem großen Projekt. Aber im Postamt selbst droht Ungemach: Ein Post-Inspektor namens Rushton (Ben Daniels) soll nach dem Rechten sehen und überwirft sich sofort mit Dorcas Lane. Seine herzlose Art und sein Effizienz-Denken sind in Castleford mehr als unwillkommen. Doch auch dieses Problem kann gelöst werden…

Die BBC-Serie „Lark Rise to Candleford“ ist eine wirklich gelungene Literaturverfilmung! Liebevoll und detailgetreu wird das Leben der englischen Landbevölkerung geschildert.

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