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Beschreibung

Unter dem in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts geprägten Kunstwort Snuff-Film versteht man einen Film, in dem zwecks Unterhaltung der Zuschauer und mit kommerzieller Absicht ein tatsächlicher Mord begonnen und auf Video aufgezeichnet wird. Der Begriff leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet in etwa verstümmeln, auslöschen. Zum Glück handelt es sich hierbei eher um eine urbane Legende der Medienwelt, bei als „Snuff-Film“ beworbenen Produktionen handelte es sich nachweislich um sicherlich fragwürdige Marketinggags, zum Teil aber so glaubwürdig inszeniert, dass Kriminalbehörden Untersuchungen anstellten.

Einen solchen Film plant Regisseur Steven (Steve Porter) nicht, als er mit seiner kleinen Crew sein Quartier in einer verlassenen finnischen Irrenanstalt aufschlägt. Aber er plant einen schockierend harten Horrorfilm und die ehemalige Anstalt bietet genau die richtige Kulisse für einen solchen Film, zudem wird der finnische Shootingstar Lisa (Rita Suomalainen) schon für den Erfolg des Streifens sorgen. Die Lokation bietet noch einen besonderen Bonus, den der Authentizität, denn hier drehte vor dreißig Jahren der ehemalige Anstaltsleiter Dr. Anderson mit den Insassen Snuffvideos, bis die Anstalt geschlossen wurde. Jedenfalls erzählt man sich das. Über genau diese Ereignisse soll nun ein Horrorfilm entstehen. Die Dreharbeiten beginnen gut, die Atmosphäre des Drehortes ist auch so schon schaurig genug, auch ohne Nachbearbeitung. Das Drama beginnt, als das Team in einer verborgenen Kammer den verlorenen Schatz des grausamen Arztes finden: Sie entdecken einen Schrank mit den Filmbändern seiner Morde und Folterungen sowie die 8mm-Kamera, die die grauenhaften Bilder festhielt. Steven erkennt die Chance, seinen Film in ein Meisterwerk zu verwandeln, denn mit den originalen Filmen als Vorbild könnte er seinen eigenen Film gehörig aufwerten. Während der Rest seiner Filmcrew und die Darsteller größtenteils angewidert sind, kann sich Steven immer mehr für die „kunstvollen Bilder“ begeistern. Was Schauspielerin Lisa und ihre Kollegen nicht ahnen, ihr Regisseur begeistert sich zu sehr für die Untaten Dr. Andersons und so geraten sie in einen real gewordenen Horrorfilm, in dem sie nicht mehr nur als Darsteller mitwirken.

„Snuff Massacre“ ist ein Horrorschocker, der garantiert nichts für schwache Nerven ist. Nicht nur reicht alleine schon die düstere Atmosphäre für Gänsehaut, das Setting, die Vorstellung, dass das Gezeigte durchaus Realität werden könnte, löst geradezu Entsetzen bei den nicht Hartgesottenen aus. Geschrieben und gedreht wurde „Snuff Massacre“ 2009 von dem Regisseurduo Tommi Lepola und Tero Molinn, die schon 2006 den Fantasyfilm „The Book of Fate“ gemeinsam verwirklichten und für 2011 den Horrorstreifen „Everdark“ angekündigt haben. Dass es sich bei „Snuff Massacre“, im Original „Skeleton Crew“ genannt, um eine Produktion mit vergleichsweise geringem Budget handelt, sieht man dem Horrorfilm nicht an, wie im Plot entstand der Film in einer echten Irrenanstalt, ein Gewinn für den Film, denn so gewinnt „Snuff Massacre“ an Authentizität. Für die Charaktere wurden frische Gesichter gecastet, bekannte Gesichter aus Hollywood wird der Zuschauer hier nicht finden. Das stört nicht weiter spielen doch die Darsteller, unter Anderem Rita Suomalainen, Steve Porter, Anna Alkiomaa und Jonathan Rankle, ihre Rollen mit Hingabe, viele feiern mit „Snuff Massacre“ ihren beeindruckenden Einstieg ins Filmgeschäft.

„Snuff Massacre“ bietet Slasher-Horror vom Feinsten, der Film ist blutig, gemein, schockierend, geradezu provozierend, kurz er bietet selbst abgebrühten Horrorfans einen harten Film, den sie nicht mehr vergessen werden. Die DVD-Edition bietet Dolby Digital 5.1 sowohl in der deutschen als auch englischen Tonspur, als Extra finden noch Trailer, eine Bildergalerie sowie ein Musikvideo auf der Disk Platz. Freunde düsterer und harter Schocker werden mit dem „Film-im-Film“ in „Snuff Massacre“ spannende Unterhaltung finden.

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